Sophos UTM End of Life: Was jetzt gilt und wie Sie die Firewall ablösen

Sophos UTM End of Life: Was jetzt gilt und wie Sie die Firewall ablösen

IT-Sicherheit

Sophos UTM und die Appliances der Serie SG haben am 30. Juni 2026 ihr End of Life erreicht. Support gibt es nur noch bis zum Ende der laufenden Lizenz, spätestens bis zum 31. Dezember 2026. Wer UTM oder SG noch als zentralen Schutz am Internetzugang nutzt, sollte die Ablösung jetzt planen. Bestandsaufnahme, Auswahl der Nachfolgelösung, Test und Umschaltung brauchen Zeit. Hier finden Sie die Fristen, die Folgen des Supportendes, drei Nachfolgewege und einen Plan in fünf Schritten, den Sie für Ihre UTM durchgehen können.

Sophos UTM End of Life: die wichtigsten Daten

MeilensteinDatumWas das bedeutet
Letzte Verlängerung31. Dezember 2025Eine Lizenz (Subscription) lässt sich seitdem nicht mehr verlängern.
EoL30. Juni 2026Sophos UTM und die Hardware der Serie SG haben ihr End of Life erreicht.
Supportgrenze31. Dezember 2026Danach gibt es keinen Support mehr, unabhängig von der Laufzeit Ihrer Lizenz.

End of Life heißt bei Sophos: Der Hersteller stellt den Support für ein Produkt ein und empfiehlt einen Migrationspfad als Alternative. So steht es in der Sophos Network Security Lifecycle Policy. Die Daten selbst nennt Sophos in den Partner-News zum UTM EoL.

Was bedeutet das Supportende für Ihre UTM?

Ihre UTM oder SG schaltet sich nicht ab. Das System läuft nach dem EoL technisch weiter. Kunden mit gültiger Lizenz werden bis zu deren Ende unterstützt, längstens bis zum 31. Dezember 2026. Danach fehlt der Support des Herstellers vollständig. Sophos schreibt selbst, dass der Schutz dann nachzulassen beginnt.

Für Ihr Unternehmen heißt das: Neue Lücken bleiben offen, und bei Problemen hilft niemand mehr vom Hersteller. Das Risiko tragen Sie allein. Ein System ohne Sicherheitsupdates ist am Übergang zum Internet ein schwaches Glied. Ein Weiterbetrieb ist deshalb nur als kurze, geplante Übergangsphase vertretbar, nicht als Dauerzustand.

Welche Nachfolger kommen für die Sophos UTM infrage?

Es gibt drei Wege. Welcher passt, hängt von Ihren Anforderungen ab, nicht von einer Marke.

WegWann sinnvollWas zu prüfen ist
Sophos Firewall auf Hardware der Serie XGSSie wollen beim Hersteller bleiben. Das ist der von Sophos vorgesehene Pfad.Welche Einstellungen die Migration mit Config Studio übernimmt und was neu angelegt werden muss
Lösung eines anderen HerstellersAndere Funktionen oder eine andere Bedienung passen besser zu Ihnen.Das Regelwerk wird neu aufgebaut oder übertragen. Auswahl nach Ihren Anforderungen
Managed Firewall als DienstleistungSie wollen den laufenden Betrieb abgeben.Wer Regeln, Updates und Protokolle pflegt, unabhängig vom Hersteller

XGS ist die Hardware-Serie, die Sophos als Ersatz für SG vorsieht. Für diesen Weg bietet Sophos mit Config Studio ein Werkzeug im Browser an. Es überträgt Einstellungen aus Sophos UTM auf die Sophos Firewall. Welche Funktionen eine Nachfolgelösung heute mitbringen sollte, beschreibt unser Beitrag zur modernen Next-Generation-Firewall. Ob eine Appliance, Software auf eigener Hardware oder ein Dienst aus der Cloud besser passt, klärt der Vergleich Hardware- oder Software-Firewall.

Migration planen: In fünf Schritten zur neuen Firewall

Eine Migration ist kein reiner Export und Import. Wir empfehlen für die Planung diese Reihenfolge:

  1. Bestandsaufnahme: Listen Sie alle Regeln, NAT-Einträge (Adressumsetzungen), VPN-Tunnel (verschlüsselte Verbindungen ins Firmennetz), Remote-Zugänge, Zertifikate, die Benutzerauthentifizierung und alle Standorte auf, an denen die UTM im Einsatz ist. Unklar, was in Ihrer Umgebung auf der UTM läuft? Eine strukturierte IT-Analyse oder ein IT-Sicherheitsaudit schafft die Grundlage.
  2. Anforderungen festlegen: Klären Sie, welche Regeln noch gebraucht werden und welche Nachfolgelösung passt. Jede Regel, die entfällt, senkt den Aufwand beim Übertragen.
  3. Konfiguration übertragen oder neu aufbauen: Config Studio markiert jede Einstellung als unterstützt, teilweise, manuell oder nicht unterstützt. Nur ein Teil wird automatisch übernommen. Zertifikate und Passwörter müssen Sie zum Beispiel neu anlegen. Tools helfen dabei, ersetzen aber keine Tests. Details nennt die Sophos-Migrationsdokumentation.
  4. Nach der Migration testen: Prüfen Sie Netzwerkverbindungen, Firewallregeln, VPN-Tunnel und Authentifizierung. Ein Rückfallplan auf die alte UTM senkt das Risiko bei der Umschaltung.
  5. Umschalten und übergeben: Stellen Sie im Wartungsfenster um, um Ausfallzeiten klein zu halten. Danach folgen Abnahme und Übergabe in den laufenden Betrieb.

Beispiel für Ihre Planung

Dieses Szenario ist ein Planungsbeispiel, kein Kundenfall. Ein Unternehmen mit 30 Arbeitsplätzen und zwei Standorten nutzt die UTM für den Internetzugang. Dazu kommen ein Site-to-Site-VPN zwischen den Standorten und Remote-Zugänge für mobile Mitarbeitende. Die Migration beginnt mit einer Liste aller Regeln, VPN-Verbindungen und Zertifikate. Danach wird entschieden, welche Regeln noch gebraucht werden. Die neue Lösung wird parallel vorbereitet. VPN und Anmeldung werden getestet. Die Umschaltung erfolgt in einem vereinbarten Wartungsfenster mit Rückfallplan.

Nach dem Wechsel: Wer betreut die neue Firewall?

Ein neues Gerät ist ein Anfang, keine Lösung. Regelwerk, Updates und Protokolle müssen dauerhaft gepflegt werden. Sonst stehen Sie beim nächsten EoL wieder am selben Punkt.

Diese Arbeit können Sie abgeben. Bei der Managed Firewall besprechen wir Ihre Anforderungen und passen sie ins Regelwerk ein. HTH stellt die passende Technik bereit, inklusive Installation, Einrichtung und Wartung. Dazu kommen laufende Updates, Protokollierung und Sicherheitsberichte, für ein Einzelbüro oder vernetzte Standorte. Die Firewall gehört bei uns zu den Basisleistungen der IT-Sicherheit, neben Backup, Virenschutz und Patchmanagement. Mehr zum Zusammenspiel im Netz lesen Sie unter Netzwerksicherheit. Die Managed Firewall ist Teil unserer Managed Services. Im Raum Bonn kommen wir mit dem IT-Service in Bonn zu Ihnen.

Sie möchten die Ablösung Ihrer Sophos UTM und den Betrieb der Nachfolgelösung besprechen?

Häufige Fragen zu Sophos UTM End of Life

Sophos UTM und die Appliances der Serie SG haben am 30. Juni 2026 ihr EoL erreicht. Support erhalten Sie nur noch bis zum Ende Ihrer Lizenz. Spätestens am 31. Dezember 2026 ist Schluss, unabhängig von der Laufzeit. Planen Sie die Ablösung so, dass sie vor dem 1. Januar 2027 abgeschlossen ist.

Technisch läuft die UTM weiter, denn das Supportende schaltet nichts ab. Sie erhalten aber keinen Support mehr, und der Schutz lässt nach. Als zentraler Schutz Ihres Netzes ist das keine tragfähige Lösung. Unsere Empfehlung: Nutzen Sie die verbleibende Zeit für den geplanten Wechsel.

Nein. Die letzte Verlängerung war bis zum 31. Dezember 2025 möglich. Seitdem bietet Sophos keine neue Verlängerung für UTM-Lizenzen an. Mit einer bestehenden Lizenz erhalten Sie Support bis zu deren Ablauf, längstens bis zum 31. Dezember 2026. Für die Zeit danach brauchen Sie eine Nachfolgelösung.

Teilweise. Bei der Migration auf die Sophos Firewall mit XGS überträgt Config Studio einen Teil der Einstellungen automatisch. Andere übernimmt es nur lückenhaft oder gar nicht. Zertifikate und Passwörter legen Sie neu an. Regeln, VPN-Tunnel und Authentifizierung sollten Sie vor der Umschaltung testen.