Als IT-Dienstleister betreuen wir unsere Kunden in der Regel über viele Jahre. Hin und wieder endet eine Beziehung. Aber viel lieber beginnen wir neue Beziehungen. Wenn wir einen Kunden neu übernehmen, sind wir jedes Mal gespannt, welche IT-Situation wir dort vorfinden werden.
Inhalt
Bei Ihnen steht ein IT-Dienstleisterwechsel an? Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten müssen und was beim Wechsel auf Sie zukommt.
Der erste Schritt: Die Analyse der Infrastruktur
Jede neue IT-Umgebung ist eine Überraschungsbox. Manchmal sehen wir Dinge, die uns zum Schmunzeln bringen. Manchmal sehen wir Dinge, die uns erschrecken. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch um eine solide Umgebung und ein schlüssiges IT-Konzept. Dennoch ändern wir bestimmte Dinge, damit diese zu unseren standardisierten Prozessen passen.
Im ersten Schritt führen wir eine Infrastrukturanalyse an. Diese fördert für uns wichtige Erkenntnisse zu Tage.
Anschließend folgt ein Gespräch mit dem Geschäftsführer, um dessen Ziele zu erfahren. Wir möchten wissen, wo der Geschäftsführer mit dem Unternehmen hinmöchte und wie ihn die IT dabei unterstützen kann. Immerhin wollen wir mit der IT die Strategie des Unternehmens abbilden.
Darüber hinaus ist es für uns wichtig, von den Dingen zu wissen, die nicht über uns abgebildet werden. Das keine die Einführung einer neuen Software sein, die nicht wir programmieren. Dennoch müssen wir sie bei der Planung der Infrastruktur berücksichtigen.
Der zweite Schritt: Unsere Empfehlungen
Als nächstes kommen wir zu dem Punkt, an dem wir Empfehlungen aussprechen. Jedes Unternehmen hat gewachsene Strukturen. Das gilt auch für die IT. Wir selbst haben einen ganzen Blumenstrauß an Produkten, die wir bevorzugt einsetzen. Unsere Mitarbeiter sind gezielt dafür geschult. Im Bereich der IT-Security arbeiten wir sehr viel mit Sophos zusammen.
Wenn unser neuer Kunde eine andere Lösung von einem Mitbewerber hat, ist der übliche Prozess, dass wir uns die Lizensierung anschauen. Handelt es sich um eine monatliche Lösung, schlagen wir eine schnelle Kündigung vor und switchen zu unserer Lösung. Handelt es sich um ein gekauftes Produkt oder eine lange Lizenz, besprechen wir das weitere Vorgehen. Manche Produkte können wir über eine bestimmte Zeit mitbetreuen. Bei Produkten, die uns zu riskant sind, lehnen wir eine Betreuung jedoch ab.
Der Idealfall: Automatisierte und standardisierte Lösungen
Personalknappheit herrschet heute überall. Daher setzen wir auf Standardisierung und Automatisierung. Wenn uns ein Kunde um eine Lösung für ein Backup bittet, wollen wir ihm eine vollumfassende Lösung anbieten und nicht nur ein Symptom bekämpfen, weil das bisherige Backup jeden Tag vor die Pumpe gelaufen ist. Was wir nicht möchten, ist es, erst einmal umständlich eine neue Schnittstelle zu unserem Monitoring-Tool zu bauen. Das Ziel ist jedenfalls immer ein vernünftiges und anwendbares Backup.
Ein guter Dienstleister muss auch Nein sagen
Ein guter Dienstleister sagt auch einmal Nein. Ein Dienstleister, der zu allem „Ja und Amen“ sagt, ist in erster Linie am Umsatz interessiert. An gewissen Punkten müssen wir Nein sagen, weil wir Anfragen nicht bewerkstelligen können. Falls uns ein Kunde zum Beispiel fragt, ob wir einen Gaming-Rechner bauen können, lautet unsere Antwort: Nein. Denn das ist sehr weit weg von unserem Tagesgeschäft.
Verwendet ein Kunde das ein oder andere Nischenprodukt, können wir das in vielen Fällen mitbetreuen. Bildet ein Unternehmen seine Kernprozesse über Linux-Server ab, müssen wir leider passen. Linux hört sich erst einmal schön an. Open Source ist natürlich günstig, aber die Kosten entstehen durch die Betreuung. Für Linux benötigen Sie jemanden, der sich damit gut auskennt. Wir möchten damit nicht sagen, dass wir es nicht könnten, aber wir müssten uns da neu reinfuchsen.
HTH gehört nun mal zu den „Microsofties“. Falls Sie in Ihrem Unternehmen Linux nutzen und von uns betreut werden wollen, würden wir Ihre Infrastruktur auf Microsoft umziehen. Wir verstehen es natürlich, wenn der Geschäftsführer in diesem Fall einen anderen Dienstleister beauftragt, weil er mit dem bestehenden System zufrieden ist und es gut läuft.
Vertrauen und Verständlichkeit
Für uns ist wichtig, dass der Kunde am Ende der Analyse unseren Standpunkt und unsere Empfehlungen nachvollziehen kann. Es schafft für beide Seiten Vertrauen, wenn die Entscheidungswege nachvollziehbar sind.
Vor kurzem haben wir zum Beispiel einen Auftrag bekommen, wo wir gegen ein anderes Unternehmen gespielt haben, die sogar ein bisschen günstiger waren. Der Kunde hat das Angebot unseres Mitbewerbers nicht verstanden, weil es zu viele unnötige Details enthielt. Ein Kunde muss jedoch nicht über jedes Kabel und jeden Draht Bescheid wissen. Der Kunde benötigt verständliche Lösungen, damit bei ihm alles läuft. Und schließlich hat er uns beauftragt.
Der HTH-IT-Tipp der Woche
Sie haben zuhause einen etwas älteren Rechner und fragen sich, wie sie diesen „aufpimpen“ können? Schauen Sie doch einmal, welche Festplatte der Rechner verwendet. Ist das vielleicht noch so eine kleine, laute, sich selbst drehend rotierende Magnetscheiben-Festplatte, die früher einmal Standard war? Hier hilft der Austausch mit einer SSD. Eine SSD arbeitet über Mikrochips und muss nicht manuell den Weg einer Magnetscheibe zurücklegen. Und nach dem Austausch läuft das Gerät viel schneller und viel leiser.
Und noch eine Sache: Haben Sie Anregungen oder gibt es ein Thema, das Sie in unseren Blog oder Podcast passen würde? Melden Sie sich gerne! Und falls Sie einen neuen IT-Dienstleister benötigen, erreichen Sie uns natürlich jederzeit über diesen Button.
