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Die Digitalisierung greift in allen Branchen um sich und beeinflusst heute viele Unternehmen. Dabei ist klar, dass die Digitalisierung enorme Chancen bietet. Aber natürlich ist sie auch mit Risiken verbunden. Die Sicherheitslage in der IT hat sich gerade in den letzten beiden Jahren enorm verändert. Bedrohungen von außen, die bis vor zwei oder drei Jahren noch niemand kannte, stellen heute ernsthafte Risiken für Unternehmen dar. Schon eine einzige mit Malware verseuchte E-Mail kann ausreichen, um als Einfallstor einen großen Teil der IT lahmzulegen oder sensible Daten abzugreifen. Daher ist es wichtig, sich als Unternehmen mit diesem wichtigen Thema zu beschäftigen. Entwickeln Sie eine Strategie für den Ernstfall. Dazu gehört auch die Frage, ob sich der Abschluss einer Cyberversicherung für das eigene Unternehmen überhaupt lohnt. Oder sind Sie bereit, die Risiken selbst zu tragen? Erfahren Sie in diesem Beitrag wann und für wen eine Cyberversicherung sinnvoll ist.

Für wen ist eine Cyberversicherung relevant?

Im Prinzip ist eine Cyberversicherung für jedes Unternehmen relevant, das sich gegen Bedrohung durch Cyberangriffe oder Hacker absichern möchte. Denn damit können Sie einen Imageschaden oder den Verlust von Daten abwenden. Versicherungen werden oft als lästiges Übel gesehen und im besten Falle schließt man sie ab, um sie dann niemals zu brauchen. Im Schadensfall kann eine Cyberversicherung aber äußerst wichtig sein. Je nach Versicherung greift sie zum Beispiel bei Datenschutzverletzungen, Internetbetrug oder Schäden an Daten Dritter.

Vor allem Unternehmen, die mit vielen Kundendaten oder sensiblen, persönlichen Daten arbeiten, mit den Themen Daten- und Cybersicherheit sollten sich damit auseinandersetzen. Denn ein Verlust solcher Daten kann enorme negative Folgen haben. Bei vielen Unternehmen gibt es sehr wohl ein Bewusstsein dafür, welches generelle Risiko im Bereich der Cybersicherheit besteht. Dennoch reden viele Geschäftsführer und Verantwortliche das Risiko für das eigene Unternehmen gerne klein. Das Thema Cyberversicherung schieben sie so auf die lange Bank. Viele trauen sich nicht so recht an dieses wichtige Thema heran. Doch gerade, wenn in den Medien wieder ein Hackerangriff auf ein großes Unternehmen oder der Verlust von Millionen von Datensätzen bekannt wird, kommt das Thema bei vielen Unternehmen wieder weiter oben auf die Agenda.

Dabei gilt für Risiken in der IT genauso der Dreiklang aus dem Risikomanagement:

  • Kenne ich mein Risiko?
  • Wie wahrscheinlich ist es, dass das Risiko eintritt?
  • Welche Folgen hat das Risiko?

Für jedes Unternehmen ist es wichtig, dass es umfassend informiert ist und dass eine Entscheidung über eine Cyberversicherung auf Basis all dieser Informationen getroffen wird.

Wie läuft der Abschluss einer Cyberversicherung ab?

Viele Versicherungsunternehmen bieten Cyberversicherungen an. Dazu gehört zum Beispiel auch die Allianz. Eine Cyberversicherung ist aber keine Versicherung von der Stange, die Sie zum Beispiel wie die private Haftpflichtversicherung abschließen können. Die Cyberversicherung ist eher mit einer privaten Krankenzusatzversicherung zu vergleichen. Sie berücksichtigt die individuellen Risiken des Betriebs und ermittelt daraus die Versicherbarkeit und die Höhe der Prämie.

Der Abschluss einer Cyberversicherung beginnt in der Regel mit dem Ausfüllen eines umfangreichen Fragebogens. Dabei wollen die Versicherungsunternehmen herausfinden, auf welchem sicherheitstechnischen Stand sich das Unternehmen befindet. Da geht es zum Beispiel darum, ob ein aktueller sicherheitsrelevanter Vorfall die Initialzündung für die Anfrage bei der Versicherung war. Oder welche Vorerfahrungen Ihr Unternehmen mit Schäden hat. Grundsätzlich müssen Unternehmen erst einen Maßnahmenkatalog abarbeiten, bevor sie von einer Cyberversicherung übernommen und gegen Risiken abgesichert werden.

Ein Unternehmen muss zum Beispiel nachweisen, dass es einen funktionsfähigen Virenscanner und eine Firewall in Betrieb hat. Zudem muss ein Sicherheitskonzept für die IT vorliegen. Es muss Konzepte für ein Backup beim Ausfall geben. Weiterhin ist es wichtig, dass Verantwortliche für die IT-Sicherheit definiert sind. Die Mitarbeiter müssen im Hinblick auf die IT-Sicherheit im Unternehmen geschult sein. Diese und andere organisatorische und technische Maßnahmen müssen Sie vorab umsetzen. So weiß der Versicherungsanbieter, auf welchem IT-sicherheitstechnischen Stand sich Ihr Unternehmen befindet. Auf dieser Basis kann der Versicherungsanbieter aufgrund der individuellen Risikoeinschätzung ein individuelles Angebot abgeben. Wer einen sehr hohen Sicherheitsstandard hat, senkt das Risiko für den Versicherer. Das wirkt sich positiv auf die Prämie aus, die dann niedriger ausfällt. Dabei möchten Versicherungsanbieter natürlich ihr eigenes Risiko absenken.

Was passiert bei einem Schadensfall?

Ist trotz aller präventiven Maßnahmen ein Schadensfall eingetreten, unterstützt die Cyberversicherung durch ein Netzwerk aus Experten. Dazu gehören Spezialisten aus dem Bereich der IT-Security genauso wie Juristen oder Datenschutzspezialisten. Ebenso kann die Versicherung PR-Berater und Spezialisten für Krisenkommunikation benennen. Denn gerade die Kommunikation nach außen ist im Schadensfall wichtig, um den Imageschaden zu begrenzen.

Die eigenen IT-Mitarbeiter müssen natürlich nach dem Schadensfall den internen Schaden beheben und die betroffenen Systeme schnell wieder zum Laufen bekommen. Das kann – je nach System – auch einmal mehrere Wochen dauern.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie unsicher beim Thema Risikomanagement sind oder gerne einen IT-Check des eigenen Unternehmens hätten. Melden Sie sich gerne bei uns und vereinbaren ein unverbindliches Beratungsgespräch. 

Wenn Sie noch mehr über das Thema Cyberversicherung möchten wissen, können Sie auch gerne den Podcast Netzwerk Versicherung von Tim Launhardt von der Allianz anhören. Dabei geht es sowohl um die Absicherung von geschäftlichen, als auch private Risiken.

 

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