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Digitaler Taubenkot – Gefährliche Zusammensetzung

Uns geht es auch so. E-Mails können nerven und gefährden. Doch sie  auch nützlich und ressourcenschonend bei der täglichen Arbeit. Dieses sicher und mit sinnvoller IT-Architektur zu ermöglichen, ist Teil unserer Aufgabe. Auch im sicheren E-Mail-Verkehr und der Archivierung des geschäftlich Sinnvollen.

Jeden Morgen das Gleiche. Müll und Plunder, im E-Mail-Verkehr bekannt als angloamerikanische Doppelspitze „Spam“ und „Junk“ liegen im Posteingang herum. Mit oft dümmlichen Reizen und Verlockungen fordern sie auf, verseuchte Anhänge zu öffnen oder auf Verlinkungen zu klicken, die den eigenen Rechner in Sekundenbruchteilen zu einem Feind im eigenen Haus umkehren. Davor kann man sich noch schützen. Firewall und individuelle Regeln sind die Hüter der Sicherheit. Wenn es sie auch nicht zu 100 Prozent geben kann. Wer Cyberschrott per E-Mail verteilen möchte, findet leider immer einen Weg.

Die Guten ins Töpfchen….

Ich befinde mich bereits vor dem zweiten Heißgetränk des Tages in einer absurden Situation. Ausgesetzt bin ich der Sinnwidrigkeit, täglich einen inhaltsneutralen, virenverseuchten und meistens einfach nur dämlichen Inhaltshaufen durchsuchen zu müssen in der Hoffnung, in diesem Haufen Müll die ehrliche, mir geltende und geschäftlich relevante Nachricht zu finden. Im digitalen Müll anderer seinen Berufsalltag zu beginnen, ist irgendwie unbefriedigend.

Auf dem Briefkasten zuhause hilft der Aufkleber „Keine Werbung“. Und zusätzlich ein Eintrag in die Robinsonliste. Nur einige wenige dreiste Unternehmen setzen sich darüber hinweg. Anders bei der E-Mail. Rein statistisch sind 60 Prozent aller weltweit verschickten E-Mails Müll oder Plunder. Kein Mensch braucht sie, keiner will sie. Keine offizielle Stelle tut etwas dagegen. Sie verbrauchen Energie, belasten Arbeitsabläufe und stören die Privatheit und Atmosphäre. Und doch werden sie einem jeden Morgen ungefragt in den Posteingang gekippt. Man muss sich mit ihnen auseinandersetzen. Wegräumen, schreddern und dafür sorgen, dass der unbestellte, ungeliebte und ungefragte Plunder nicht noch einmal ins Büro gekippt wird.

…die schlechten ins Kröpfchen

274 Junk- und Spamfilter kämpfen tapfer in meinem Posteingang ihren Kampf gegen die Werbe- und E-Mailmarketing-Müllindustrie. Nicht eben vergeblich. Schrott mit „Bitcoin“ oder „Höhle der Löwen“ System macht Deutsche Bürger reich!“ wandern sofort in den digitalen Papierkorb. Was mir Beteiligte wie „Po69“ senden, möchte ich auch nicht wissen. Dann noch der tägliche Erpressungsversuch in bedauernswert schlechter Sprache, man möge doch einige Einheiten Kryptowährung irgendwohin überweisen, ansonsten würde Brisantes aus dem gehackten Rechner veröffentlicht.

Die ersten zwei bis fünf Minuten des ersten Arbeitstages gelten dieser Müllbeseitigung. Dann geht es endlich ans Arbeiten und Filtern der wichtigen Informationen, die zum Leben und Arbeiten dazugehören.

E-Mail – Vom Paulus zum Saulus

Die E-Mail. 1984 in Deutschland erstmalig verwendet hat ihre Mutation von der reinen Arbeitserleichterung zur Ärgernis- und Gefahrenquelle in nur 20 Jahren geschafft. Die Romantik einer Nachricht ist dahin. Im Zeitalter der Brieftaubenpost haben die Empfänger zu Kriegs- und Friedenzeiten sehnsüchtig auf die Nachrichten gewartet. Sie kamen auf leisen Flügeln hereingesegelt. Erwartet und gewünscht. Die Armee der Brieftauben flog jahrhundertelang gezielt von Punkt zu Punkt und verkündeten das Ende eines Krieges oder den Beginn einer neuen Zeit. Sie war nützlich.

Und heute? Die Risikomatrix aus „Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2020“, herausgegeben vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik liest sich wie eine hoffnungslose Cyberkriegsberichterstattung über ein Heer aus unsichtbaren Gegnern.

Hoffnungslos? Nein. Wenn wir den zu 10 Prozent – Tendenz steigend – virenverseuchten Müll der anderen im digitalen Briefkasten und die lästige Reklame aus unbestellten Newslettern beseitigt haben, geht’s ans Archivieren und Ablegen. Mit dem Müll der anderen werden wir leider leben müssen.

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